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Fog

Fog - Fog

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Dekonstruktivistischer Höllenspaß

These Nr. 1: Experimentell ausgerichtetes Scratching ist in etwa so zugänglich wie Stockhausen auf einem Kindergeburtstag. These Nr. 2: Das Label Ninja Tunes ist noch da, die Avantgarde ist mittlerweile woanders. Der Gegenbeweis: Fog!

Dieses Debut lässt mich wirklich hellhörig werden. Nicht dass Fog das Rad neu erfunden hätte. Nur wer hätte das gedacht: Wicked Turntablelism goes Popsensibilität. Und weggeblasen der ganze Muckertum-Staub wie nix. Richtlinien? Rhythmik? Wozu, wenn man so prima und viel spaßiger in Soundarsenalen wühlen und was kaputtmachen kann. Die Dekonstruktion bekannter Hörmuster: wer brauchte das schon, schau ich hab dir ein neues gebastelt. Alles Anarchie also, ein scratchender Godzilla wütet in der Stadt der Harmonik? Wäre ja ein alter Hut. Anders:. „Sie sehen, wir befinden uns in einer anderen Dimension, ihre Vorstellung von Abstraktion passt hier nicht. Wir nennen das hier Entertainment.“ Irgendwie muß Fog mit einem erhellenden Autismus ausgestattet sein. Oder: "Das Chaos wird immer über die Ordnung siegen, weil es hat das bessere System hat". (ko)

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