Album

Meet Johnny Rhino

Form One - Meet Johnny Rhino

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
In dieser Form unerwartet

An dieser Stelle präsentieren wir den zweiten wirklich bedeutenden weißen HipHoper nach Eminem. Okay, okay. Zu dick aufgetragen. Aber Form One kann einem trotzdem die Sprache verschlagen.

Er hingegen scheint stets die richtigen Worte zu finden, entwickelt daraus einen beeindruckenden Flow und bettet ihn in ein smartes Debütalbum namens „Meet Johnny Rhino“. Eher oldschool und jenseits des neumodischen MTV-HipHops, dabei aber um kein (Streicher- & Bläser-) Sample verlegen, lässt er Köpfe nicken und Ärsche wackeln. Hätte man in dieser Form von einer schwedischen Produktion wahrscheinlich nicht erwartet. Das ebenfalls auf der Seite befindliche Album-Snippet sei an dieser Stelle empfohlen, denn leider ist der kostenlose Track „Here I Am“ ist nicht gerade der repräsentative Beleg für dieses Album; hier und auf „Comin´ Home“ liebäugelt Form One aka Johnny Rhino aka bürgerlich Johan Reinhold über die Maße mit dem Pop – und der Hörer muss dafür recht cheasy Hooks einstecken. Form One teilt dafür anscheinend umso lieber aus. Dabei kommt leider auch er nicht - wenn auch nur sehr vereinzelt - ohne die üblichen, im HipHop sattsam bekannten Spitting-Klischees gegenüber Schwulen, Frauen und die Polizei aus. Sollte man Form One deswegen das Mikrofon abdrehen? Wahrscheinlich auch er, aber insbesondere viele seiner Kollegen hätten es verdient. Schade wäre es dann allerdings - zumindest in diesem Falle - um die musikalische Substanz des vorliegenden Albums. (js)

Download & Stream: 

Ähnliche Künstler