Marathon

Francis - Marathon

Redaktionswertung: 
schlimm
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mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Im Wandel

Schweden und Musik - das geht zusammen wie AB und BA. Das Quintett Francis nennt man noch nicht in einem Atemzug mit der Geburtsstätte musikalischer Exportschlager wie Ace of Base, Lykke Li, The Cardigans oder Robyn. Ändert sich das mit dem Debütalbum "Marathon"?

Gut Ding will Weile haben. Das dachten sich auch Francis und bringen nach zehn Jahren Bandbestehen, Einiges an Tourerfahrung und einer EP (2012, 'This Must Be Blood') nun ein Debütalbum auf den Markt.

Die elf Songs bewegen sich in träumerischen Sphären, in der einer möglichen aufkommenden Schwere mit federleichten Gitarrenklänge begegnet wird. Dazu der  Gesang Petra Mases', deren Stimme sich irgendwo zwischen eindringlicher Klarheit und kindlicher Süße bewegt. Klingt schon mal nach einer ganz guten Basis. Auch textlich.

„Jeder Song handelt im Grunde von Kindern, Scheidung und Liebe.
Aber es gibt auch eine politische Seite. Wir sind alle von der Xenophobie betroffen,
die in Europa entstanden ist. Es geht um die Hoffnung auf zukünftige Generationen, Nächstenliebe und den fortlaufenden Kampf für Gerechtigkeit und Emanzipation."
(Petra Mases)

All dies sind Dinge, die sich wandeln, denen eine gewisse Dynamik innewohnt. Auf ebenjenen Hang zur Unstetigkeit deuten nicht nur der Titel des Albums, sondern auch die Titel einiger Songs hin: 'Marathon', 'Bridges', 'Horses', 'Follow Me Home'.

Im Pressetext zum Album ist zu lesen, dass 'Follow Me Home' leicht als neue Single von The War On Drugs durchgehen könne. Das ist durchaus möglich. Und genau darin liegt die Krux des Albums. 'Baby Green' beispielsweise könnte genauso 1:1 als Single einer anderen Band durchgehen: Beach House.

'Klingt wie...' ist natürllich einerseits ein Kompliment - vorausgesetzt die Vergleichsband ist gut. Andererseits könnte ich mir vorstellen, dass Francis bestimmt sehr gern wie Francis klingen würden. Musikalisches Potential ist vorhanden, keine Frage. Die Songs sind alles andere als schlecht. Es fehlt jedoch das gewisse Etwas. Das gewisse Etwas, das von Weitem schon 'Francis' ruft. Aber glücklicherweise muss auch Musik keine unveränderbare Konstante sein. Oder?

"Marathon" erscheint am 05.02.2016 auf Strangers Candy. Im April wird das gute Stück dann live in einigen deutschen Städten präsentiert:

20.04. Hamburg | Mojo Jazz Café
21.04. Bielefeld | Skala
22.04. Aachen | AZ
23.04. Offenbach | Hafen 2
25.04. Villingen-Schwenningen | Café Limba
26.04. München | Hauskonzerte
28.04. Nürnberg | MUZ
29.04. Berlin | Lido @ KarreraKlub
30.04. Leipzig | Noch Besser Leben

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