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Franz Schmidt: Symphony No. 1

Franz Schmidt - Franz Schmidt: Symphony No. 1

Interpret: 
Vassily Sinaisky
Dirigent: 
Vassily Sinaisky
Ensemble: 
Malmö Symphony Orchestra
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Der vergessene Spätromantiker

Dem reinen Talent nach kann sich die Musik des spätromantischen Komponisten Franz Schmidt durchaus mit der Größe von Bruckner oder Mahler messen.  Sein Œuvre blieb klein, hat aber eine hohe Qualität.

Franz Schmidt wurde im Dezember 1874 im heutigen Bratislava geboren, das damals als Pressburg zur österreich-ungarischen k.u.k. Monarchie gehörte. Als er 1939 starb, war sein Name von den Nazis, die ihn als den größten lebenden Komponisten der „Ostmark“ (damit meinten sie Österreich) instrumentalisierten, beschmutzt worden. Allerdings hat er sich gechickt davor gedrückt Nazi-Kompositionsaufträge zu vollenden, weswegen er nach dem Krieg schnell rehabilitiert war.

Der Multiinstrumentalist Schmidt war in erster Linie Profimusiker, von 1896 bis 1911 bei den Wiener Philharmonikern und danach noch drei weitere Jahre als Solocellist des damaligen Hofopernorchesters. Wohl deshalb hat er vergleichsweise nicht allzu viel komponiert. Seine Hauptwerke sind das Oratorium Das Buch mit sieben Siegeln und die spätromantische Oper Notre Dame, nach Motiven des „Glöckners“ von Victor Hugo. Notre Dame war Schmidts größter Erfolg, was die Oper allerdings nicht davor bewahrte,  nach seinem Tod ziemlich schnell in Vergessenheit zu geraten. Heute steht daraus nurmehr unser Hörbeispiel, das unendlich süffige und sehr romantische Intermezzo (ein Orchesterzwischenspiel, das in der Oper zwei Akte miteinander verbindet) weltweit auf den Spielplänen der großen Orchester.

1 CD, ca. 61 Minuten

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