Lehnt Dankend Ab

Frau Potz - Lehnt Dankend Ab

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Spitzenpunkrock aus dem Norden. Vier Worte, mit denen für manch einen das wichtigste gesagt ist. Das Hamburger Trio Frau Potz knallt der Welt ein gewaltiges Debütalbum um die Ohren, das so druckvoll dankend ablehnt, dass es nur mitreißen kann.

"Schon wieder eine neue Punkband aus dem Norden? – Halt die Fresse!", greift das Label Delikatess der schnellen Verschubladung seiner neuen Flamme vor. Und auch wenn sie genauso gut "Na klar. Geil!" hätten sagen können, haben sie doch recht. Denn Frau Potz und "Lehnt Dankend Ab" sind ja nicht deshalb ein ziemlicher Hammer, weil sie an sagenwirnaklar Turbostaat erinnern, sondern sie erinnern an sagenwirnaklar Turbostaat, weil sie ein ziemlicher Hammer sind.

Seit 2006 gibt es die Band, die in den letzten Jahren mit einzelnen Songs, mit Demos, mit einer Split mit Findus und mit Supportkonzerten überall in Erscheinung trat. Schon immer druckvoll, schon immer schnell, schon immer Oberkanteunterlippe. Lauter Punkrock, meine Damen und Herren, noch einmal am Schlafittchen gepackt und herumgewirbelt von Felix Schönfuss und seiner Stimme. Hat der eigentlich kein Mikrofon im Proberaum?

Gemeinsam mit Kurt Ebelhäuser hat die Band diesen Schon-immer-Druck noch einmal zusätzlich befeuert. Die Albumeröffnung "Ach, Heiner" zieht einem von links nach rechts durchs Gesicht, dass man sich auch 40 Minuten später noch die Wange reiben würde, wenn nicht mittlerweile auch alles andere wehtun würde. Die Produktion ist mitunter fast absurd fett und passt damit ganz hervorragend zu Zeilen wie "Schön, dass ihr hier seid, hab euch vermisst. Ihr seid der langweilige Mix aus Arroganz und Antichrist." Überhaupt: Zeilen. Federmäppchen und/oder Tätowiernadel raus und abgeschrieben. Tolle Platte. Wir freuen uns auf die Tour.

PS: "Steckt euch eure Reviews in den Arsch. Das ist nicht mehr als Vetternwirtschaft, nicht mehr als kalter Fraß, den man nur aufwärmt, auskotzt und vergisst." – SO SIEHT'S DOCH AUS! Könnt ihr jetzt bitte mal auf "Download" klicken?

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