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Imaginary Future

French Films - Imaginary Future

Label: 
Redaktionswertung: 
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herausragend
Entfetteter Strandpop

Sie kommen aus Finnland! Von diesem Schock muss sich manch einer erst erholen. Dann jedoch ist der Kopf wieder frei für French Films. Deren Debüt "Imaginary Future" spielt sonnigen Wellenreiterpop mit den Mitteln des Postpunk.

Alles verschmilzt, alles wird eins. In der global vernetzten Gemeinschaft lösen sich die lokalen Markierungen auf, werden Bräuche, Rezepte und Stile international geteilt. Natürlich ist das nicht nur eine gute Entwicklung, vielleicht sollte sich auch irgendwo mal irgendwer darum kümmern. Erst einmal jedoch haben French Films aus Finnland eine ziemlich tolle Platte gemacht, vielleicht können wir die ja vorher noch hören.

"Imaginary Future" baut sich dort auf, wo die EP "The Golden Sea" vor einem Jahr einen schmucken Platz schuf. Waren die ersten veröffentlichen Stücke der Band aus Helsinki aber noch sehr der Stildefinition und weniger dem spannenden Songwriting verpflichtet, so surft, schmachtet, tanzt und rumpelt die Band auf Albumlänge durch einen überzeugenden Popkatalog. Es zündet zwar kein Riesenhit, doch dafür klingt auch nichts nach Füllung.

Füllung, das ist sowieso nichts für die French Films. Ihr verhallter, melodieseliger, tänzelnder Pop ist offen und sparsam arrangierte Strandmusik, entblätterter Surfpop ohne Vielstimmigkeiten und Harmoniepomp. Derart entfettet schalenkern Rhythmusgitarre, Tanzbeat, Achtelbass und Mitpfeifriff froh umeinander und zerren selbst den markant dunklen Gesang von Johannes Leppänen ins Licht. Und das steht ihm gut.

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