Album

Two Thousand

French Kicks - Two Thousand

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Die Indiepop-Kurve gekriegt

French Kicks, das klingt nach einem frankophilen Männlein-Weiblein-Duo, das sich minimalistisch musizierend durch die Belanglosigkeit haucht. Weit gefehlt, denn die New Yorker präsentieren belebend perlenden Indiepop.

Anfänglich mit einem singenden Schlagzeuger etwas derber musizierend, haben sich die Jungs aus Brooklyn über die Jahre mehr und mehr dem in sich gekehrten, subtilen und dem Experiment nicht abgeneigten Pop zugewandt. Ihre ersten Aufnahmen als Quartett klangen nach roughem Plug ’N’ Play, irgendwann wechselte man dann die Instrumente und versuchte sich in der Re-Evolution. French Kicks erforschen nun Klänge, Teile und Bröckchen, nehmen all dies auf, legen es danach wieder ab und gehen mit ihren akustischen Instrumenten in der Hand zurück auf Los. Nach dem Neustart folgt dann die Verschmelzung. Das klingt nach einem außerordentlichen Experimentiergeist, nach der Suche des musikalischen Selbst und anderen abtörnenden Dingen. Im abtörnend Unhörbaren kann diese Herangehensweise enden, wenn man die Kurve kurz vor der Beliebigkeit nicht mehr kriegt und in eben diese abdriftet. Aber French Kicks kriegen die Kurve. Sie basteln auf ihren ganz eigenen Umwegen lebendige Perlen der Marke Indiepop. Das ist Broken Social Scene und Rogue Wave mit etwas mehr Schwung unten rum und einem Hang zum lofi-Fatalismus. Da kann man Einiges entdecken – oder einfach auch nur entspannt genießen. Man versuche letzteres bitte gleich sofort mit dem hier zu kostenden Song “Also Ran”. (bb)

Download & Stream: 

Alben

Ähnliche Künstler