Atlas

Fuck Art, Let's Dance - Atlas

Label: 
Redaktionswertung: 
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herausragend
Tanzen wider die Alternativlosigkeit

Zum Audiolith-Kosmos gehören Fuck Art, Let's Dance bereits seit 2012. Neben rummeligen Ravern wie Bratze (die heute ihre Trennung bekannt gaben) oder Frittenbude haben die vier Hamburger die Position der nachdenklichen Eckensteher übernommen. Dabei geht es Fuck Art, Let's Dance! um Eskapsimus, der ganz schön detailverliebt ist.

Mit dem Album-Opener „Atlas“ kommen Fuck Art, Let's Dance! als deutsche Version der Foals daher, ihr Debüt entwickelt sich aber Song um Song zu etwas Eigenständigem. Fuck Art, Let's Dance! - Wer sich für so einen Namen entscheidet, wird immer daran gemessen werden. Dabei sind die vier Hamburger für Kunst eigentlich viel zu schlaff, dass heißt aber nicht, dass ihre Songs nicht kunstvoll gewobene Exempel für eingängige Popsongs wären. Große Kunst ist das, um dieses Wortspiel bis zuletzt zu strapazieren. Aber ist das Ganze auch tanzbar?

Fuck Art, Let's Dance! - We're Manicals

Schön, dass sich Fuck Art, Let's Dance für eine subtile Interpretation ihres auffordernden Bandnamens entschieden haben. „Atlas“ ist zurückhaltend und unaufdringlich, trotzdem präsent und ganz nah dran. Nah dran an dieser furchtbaren Leere, die einen mit Anfang 20, zwei abgeschlossenen Studiengängen und zahllosen Praktika ausfüllt. 40 Arbeitsjahre vor Augen, die einem als alternativlose Notwendigkeit verkauft werden, gibt mancher lieber auf, bevor er überhaupt anfängt. Schön, wenn dabei so sehnsüchtige und zugleich illusionslose Musik entsteht, wie auf „Atlas“, ein ausgestreckter Mittelfinger ohne eine einzige Muskel dafür bewegen zu müssen.

Tourdaten:

04.06.2014 Görlitz, Campus Open Air
05.07.2014 Hamburg, Daughterville
13.07.2014 Landau, Landauer Sommer
19.07.2014 Gräfenhainichen, Melt Festival
02.08.2014 Würzburg, Fairtrade Festival
09.08.2014 Aichach, Stereowald
17.07.2014 Varel, Watt En Schlick Festival
22.08.2014 Dornstadt, Obstwiesenfestival

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