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Dynamite

Future Rock - Dynamite

Label: 
Redaktionswertung: 
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Hibbeliger HipHouse-Anachronismus

Die Verbindung zwischen HipHop und House wird immer offensiver Nach den Maniax, den Turntablerockern und zuletzt Moonbootica versucht sich jetzt der Kölner Future Rock daran, House HipHops Großmäuligkeit einzuimpfen.

Bisher war Future Rock vor allem als Produzent tighter HipHop-Tracks unterwegs. Jahre ist es her, da veröffentlichte er zusammen mit seinem Bruder Rick Ski, DJ Defcon und Ko-Lute unter dem Namen LSD das erste Album, das sich ich im internationalen Vergleich nicht sofort als zweiter Sieger fühlen musste. Weitere Kollaborationen mit Fader Gladiator, Torch oder Die Firma folgten. Doch MCs und Punchlines sucht man auf seinem neusten Output „Dynamite“ vergebens. Statt dessen hat sich Rick durch seine Plattensammlung gewurstelt und gesampelt, was das Zeug hält: House, Disco, Funk und Soul. Hier ein bisschen Wildstyle-Feeling dazu und dort noch einen alte Blaxploitation-Klassiker gesichtet. Als kleinen Vorgeschmack gibt es dazu den speziellen „Dynamite Megamix“ als MP3-Download, der alle Schwächen des Albums offenbart. Future Rock traut seinen eigenen Tracks nicht, lässt seine Beats nicht richtig ins Rollen kommen. Immer wieder zerreisen Vocal-Samples den Flow, zerstört ein Bläser-Satz die Stimmung. Alles ist hier zu dick, zu voll und irgendwie auch nicht mehr richtig frisch. Als ob man das alles schon einmal gehört hätte. Was ja nicht per se schlecht sein muss. Nur pappte da nicht die 2005 auf der Platte, sondern eher etwas vor 1989. (fs)

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