Album

The Soul of the Hour

Gallon Drunk - The Soul of the Hour

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Gesamtkunstwerk in schwarz

Vor zwei Jahren erschien mit "The Road Gets Darker From Here" das vorerst letzte Album von Gallon Drunk, das nach dem Tod von Bassist Simon Wring entstanden war. Die neue Platte des Londoner Quartetts klingt zwar nicht gerade optimistisch, aber höchst energiegeladen und lebendig...
 

Gallon Drunk sind nicht ganz so berühmt wie Nick Cave & The Bad Seeds oder Gun Club, gehören aber genau in dieses Umfeld: 1988 von Gitarrist und Sänger James Johnston in London gegründet, erspielte sich die Band mit ihrer dunklen Mischung aus Jazz, Blues und Rock'n'Roll eine ergebene Fangemeinde.

Legendär sind auch die Kollaborationen der Musiker mit anderen Bands; unlängst nahmen einige Mitglieder von Gallon Drunk mit Lydia Lunch als Big Sexy Noise ein gemeinsames Album auf und gaben höchst intensive Konzerte.

Das neue Album "The Soul of the Hour" ist unmodisch im allerbesten Sinn: die sieben Stücke passen nicht ins Formatradio, schon allein wegen ihrer Länge - "Before the Fire" dauert ganze neun Minuten, der Titeltrack immerhin sieben. Die Musik ist schwermütig und düster, aber voller Energie: mutwillig verschlepptes Schlagzeugtempo, rohe Gitarrenriffs, Jazz- und Noise-Elemente, akzentuiert durch Klavier- und Saxofoneinsätze bilden ein stimmiges Gesamtkunstwerk in matt- und glänzend-schwarz.

Gallon Drunk klingen so, als würde sie der Rest der Welt - und vor allem jüngere popmusikalische Strömungen - kein bisschen interessieren. "The Soul of The Hour" könnte auch von 1990 stammen, was an dieser Stelle als Qualitätsmerkmal gemeint ist.

Das Album erscheint am 7.3.2014

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