Fat Is Action

Generation Aldi - Fat Is Action

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München einmal anders
Der Name schreckt sofort ab. Solang der Hintergrund für dieses Pseudonym nicht weiter bekannt ist, könnte man mit einer fiesen Schranztechnogruppe rechnen. Aber Generation Aldi ist tatsächlich mehr, als Partystomper für das Umland großer Städte.

Musikalisch zeigt sich die gerade Bassdrum unermüdlich, kokettiert mit zuweilen geschmacksschwankenden 80er Synthiesounds sowie tiefdüsteren DarkWave-Vocals. Die Mischung macht es hier nicht wirklich, aber das unschöne Radiowort „Ohrwurmcharakter“ findet mit Generation Aldi ein weiteres außergewöhnliches Beispiel. Und so hinterlassen die Tracks des gebürtigen Münchners Bülent Kullucku doch ihre durchaus positiven Spuren. Kullucku spielt mit dem Pseudonym konkret auf die abwertende Bezeichnung von türkischen Gastarbeitern an, die in deutschen Gastarbeiterzentren einfach „Aldi“ genannt werden. Trash vs. Subversivität. Nach Kulluckus Worten geht es „um einen kleinen Riss in der Spaßkultur“. Der Mastermind arbeitet seit mehreren Jahren an unterschiedlichsten Punkten, vom Hörspiel, über Live-Klangexperimenten bis hin zum Techno, EBM aber auch Ambient und Noise. „Fat Is Action“ hieß das Debüt als Generation Aldi, veröffentlicht bei Payola und für seine Reizüberflutung gefürchtet. Das neue Album „Mini System" klingt wesentlich deutlicher nach Band, inklusive bemerkenswerten Sänger und klareren Songstrukturen. Für den downloadbaren Einstieg gibt es zwei Stücke des Debüts und da war der Tanzflur noch in minimalistischer Bewegung. (jw)

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