Seeds

Georgia Anne Muldrow - Seeds

Label: 
Redaktionswertung: 
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Chor mit Schräglage

Georgia Anne Muldrow und Madlib haben ihre Kräfte gebündelt. Mit „Seeds“ haben sie ein Album geschrieben, das Jazz für Kiffer und Kopfnicker ist und dem trotzdem alles Schlaffe fehlt. Ein Meisterwerk?

Georgia Anne Muldrow und Madlib – zwei Workaholics, die in einem Jahr mehr veröffentlichen als andere Acts in ihrer ganzen Karriere. Zuletzt hatte Madlib M.E.D. unter die Arme gegriffen, nebenbei das Irrsinnsprojekt „The Medicine Show“ zum Abschluss gebracht und das Debüt seiner ehemaligen Rap-Crew Lootpack wieder veröffentlicht. „Seeds“ ist dagegen Georgia Anne Muldrows fünftes Album seit „Umsindo“ von 2009 - Alben unter anderen Namen wie G&D oder Jyoti nicht eingeschlossen!

So hält man sich im Gespräch und arbeitet an der eigenen Legendenbildung. Madlib und Georgia Anne Muldrow liefern auf ihrem gemeinsamen Album zunächst das, was man erwarten durfte: Madlib Funk- und Soul getränkte Beats mit leicht schlingernder Schräglage, während Muldrow sich selbst ihr eigener Chor ist. Beide arbeiten mit Überlagerungen, Loops und einem tiefen Verständnis für die (schwarze) Popkultur. Deshalb ist „Seeds“ auch weniger Hip-Hop und mehr Jazz, bei dem Muldrow über Madlibs Beats improvisiert. Und was man voreilig als Enttäuschung einordnet, zeigt mit jeder weiteren Umdrehung neue Volten und einen Optimismus, mit dem man den Sommer vorzeitig einläuten kann. Nach Diktat kopfnickend verreist...

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