Album

Places

Georgie James - Places

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Oooh, Aaah, Georgie James

Wer ist Georgie James? Zumindest keine historische Persönlichkeit, kein weitläufiger Verwandter eines amerikanischen Outlaws. Georgie James sind vielmehr zwei. Natürlich heißt keiner von beiden James oder Georgie, ihr Debütalbum ist trotzdem toll.

Wäre Georgie James doch eine Person, er würde einiges dafür geben, in den späten Sixties aufgewachsen zu sein. Flower Power, Stirnband im Hirn, Räucherstäbchen auf dem Fensterbrett und ab und an ein schönes Hippiemädchen am Lagerfeuer mit der Gitarre bezirzen. Aber Georgie James ist nicht in den 60ern aufgewachsen, stattdessen hat er eine ganze Menge aus den 80ern und 90ern eingesogen und viel dabei Menge gelernt. Über die Liebe: mit deren propagierter Unschuld es schon lange vorbei ist. So charmant wie Georgie James, ganz Kind der 90er und natürlich mit Vollbart ausgestattet, in "Need Your Needs" hat schon lange keiner mehr der Liebsten den Laufpaß gegeben. Mit Ahhs und Ohhs und Tralala und nur ein paar vereinzelten Tränen.

Georgie James sind John Davis und Laura Burhenn und "Places" klingt schon beim ersten Hören wie ein alter Freund. Versatzstück um Versatzstück basteln die beiden an ihrem Popentwurf, der sich ebenso gern der Geschichte bedient, wie mit beiden Beinen im Hier und Jetzt steht. Dafür gibt es nur ein Wort, das viel zu selten gebraucht wird: schön! (Florian Schneider)

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