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I'm New Here

Gil Scott-Heron - I'm New Here

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Neuanfang mit 61

„I´m New Here“: Diese Aussage geht bei einem Künstler, der schon seit den frühen 70er Jahren aktiv ist, nicht mehr als Understatement durch. Dabei ist das erste Gil Scott-Heron-Album seit 1994 die Wiedergeburt eines Künstlers, der im „Schneegestöber“ unterzugehen drohte.

„The Revolution will not be televised“ ist der bekannteste Song von Gil Scott-Heron. Jeder B-Boy kann dessen Titelzeile im Schlaf aufsagen, so oft wurden diese Worte gesampelt, zitiert und umgedeutet. Nicht nur deshalb gilt Gil Scott-Heron als einer der Wegbereiter des Rap. Doch das war vor knapp vier Jahrzehnten.

2010, 16 Jahre nach seinem letzten Album „Spirits“ und einige Gefängnisaufenthalt wegen Kokains später, versucht Gil Scott-Heron mit „I´m New Here“ einen Neuanfang. Statt mit Funk und Soul findet Scott-Heron mit Mitteln des Blues, trippigem Hip-Hop und zurückhaltender Electronika eine neue Stimme. Intensiv und eindringlich erzählt er dabei Geschichten, die – kapitulierend vor Scott-Herons Sprachmächtigkeit muss man es so abgegriffen formulieren – unter die Haut gehen. Gegen die überwältigende Tiefe des inzwischen 61-Jährigen gibt es keine Verteidigung und keinen Grund, sich zu verteidigen. Selten war die Musik unserer Väter aufregender und eines klarer: Für einen Neuanfang ist man nie zu alt!

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