Album

Privilege

Glitterbug - Privilege

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Atmosphärische Eleganz

Till Rohmann alias Glitterbug hat viel zu erzählen. Zwei Jahre nach seinem Debütalbum legt er mit „Privilege“ ein Doppelalbum nach. Ihre kölsche Herkunft können seine atmosphärischen Tracks dabei nicht verbergen, trotzdem ist Glitterbug eher ein untypischer Vertreter der Technoszene rund um den Dom.

Rohmanns Arbeitsweise auf „Privilege“ ist der von Pantha Du Prince nicht unähnlich. Field Recordings und Studioarbeit gehen bei zwanzig Tracks und mehr als zwei Stunden Spielzeit Hand in Hand. Mal kümmert sich Glitterbug dabei „nur“ ums Ambiente, lässt dann wieder die Technosau raus, um im nächsten Track sich dem Sog von Melodien hinzugeben, mit den er sich nachträglich für die letzte Ausgabe von „Pop Ambient“ bewerben könnte.

Der Club interessiert Rohmann dabei höchstens peripher, er begreift seine Form von Techno als listening music: Eleganz geht dabei vor Abfahrt, Struktur vor Funktionalität, Musikalität und Atmosphäre vor Tanzbarkeit. So fragt man sich am Ende der Reise mit „Privilege“, auf der Glitterbug einen nach China und Israel mitnimmt, wieso um diese Album nicht eine ähnliche Aufregung herrscht, wie sie zur Veröffentlichung des letzten Pantha Du Prince-Album allgegenwärtig war. Soviel Aufmerksamkeit wie dieses Album einfordert, hat es nämlich auch verdient.

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