Tales Of Us

Goldfrapp - Tales Of Us

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Goldfrapp bleiben auch auf ihrem neuen Album "Tales Of Us" auf der kontemplativen, eher introvertierten Schiene - Discobeats sind nur vereinzelt zu hören, es überwiegt eine träumerische, herbstliche Stimmung.

Goldfrapp sind ein Phänomen: seit dem Jahr 2000 veröffentlichen Alison Goldfrapp und Will Gregory höchst unterschiedliche Alben und klingen dabei nie paradox oder unentschlossen, sondern eben wie – Goldfrapp. Den beiden gelingt es, dass man ihnen groovige Clubtracks wie „Strict Machine“ und „Ooh La La“ genauso abnimmt wie das introspektive, folkbeeinflusste Album „Seventh Tree“.

Goldfrapps neue, sechste Platte „Tales Of Us“ ist ein eher ruhiges Werk, wie geschaffen für den nahenden Herbst. Lediglich bei „Thea“ und „Clay“ ziehen Goldfrapp und Gregory das Tempo an und lassen die Beats in Richtung Dancefloor treiben, insgesamt überwiegen kontemplative, träumerische, an Filmmusik erinnernde, schwebende Sound. Intime, persönliche „Tales Of Us“ wollen Goldfrapp erzählen, beinah jeder Text ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und man darf es sich ausdenken, ob Alison tatsächlich ihre innersten Gefühle ausbreitet oder den Figuren „Jo“, „Annabel“, „Drew“, „Ulla“ oder „Simone“ (fast alle Stücke tragen Frauennamen) „nur“ ihre engelsgleiche Stimme leiht.

Goldfrapp - Annabel

Die poetischen Lyrics handeln von ambivalenten Liebesbeziehungen, Halluzinationen, unheimlichen Begebenheiten bis hin zur grusligen Moritat und schaffen zusammen mit der Musik eine märchenhafte, ein bisschen unwirkliche Atmosphäre. „Atmosphäre“ ist ohnehin der Schlüsselbegriff zu „Tales Of Us“: mit für Goldfrapp’sche Verhältnisse sehr reduzierten Mitteln – Gitarre, Vocals, ein paar Streichern – erreichen Gregory und Goldfrapp, dass man sich bei manchem Song die Decke enger um den Körper zieht, weil es einen buchstäblich fröstelt oder dieselbe wieder von sich wirft, weil die gehörte Story so aufregend ist.

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