A Sufi and a Killer

Gonjasufi - A Sufi and a Killer

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Mit den Ahnen in die Zukunft

Wer ist Gonjasufi? Ein Provokateur? Zumindest in den USA dürfte der Titel seines Albums einigen Angst einjagen. Wer sich davon nicht einschüchtern lässt, wird mit einer futuristischen Zeitreise durch 60ties Rock, Indischem Schlager, Blues und Hip-Hop konfrontiert.

Woher kommt dieser Gonjasufi? Mal klingen seine Songs, als hätte er hinter den Beatles auf dem Feld des Shea Stadiums gestanden. Dann als wüsste er längst, wie die Hip-Hop-Beats der Zukunft zu klingen haben. Gonjasufi ist die Zukunft, definitiv, aber die Zukunft wovon ist nicht ganz klar.

Am nächsten kommt man diesem Phänomen, das von Gaslamp Killer, Mainframe und Flying Lotus genial in Szene gesetzt wird, wenn man sich vor Augen hält, wie Gonjasufi hier die amerikanische Populärkultur plündert, mit Einflüssen aus der Dritten Welt kreuzt und eine neue Form des Blues kreiert. Sich selbst inszeniert er dabei als Mischung aus Tom Waits und den Bad Brains fürs 21. Jahrhundert.

Wer auch immer Gonjasufi ist, er hat mit „A Sufi and A Killer“ ein Album geschaffen, das gleichzeitig schwarz und weiß, hoffnungslos und hoffnungsvoll, hässlich und schön ist. Wer immer Gonjasufi ist, über ihn wird dieses Jahr noch viel zu reden sein.

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