Album

Delicious Alien Flesh

Goregonzola - Delicious Alien Flesh

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Grindcore-Humorbombe

Heavy Metal ist eine ernste Angelegenheit, es gibt Regeln, die man gefälligst einzuhalten hat. Wie schön, dass sich Goregonzola darum kein bisschen scheren. Statt die Riffs auf der Flying V einzuprügeln, kommt hier alles aus dem Rechner.

Im Metal legt man wert aufs Authentische, Echte. Deshalb scheut ein Großteil der orthodoxen Metalgemeinde den Computer als Instrument einzusetzen wie der Teufel das Weihwasser. Ganz anders Goregonzola, das Ein-Mann-Projekt aus Hamburg setzt voll auf die maschinelle Präzision und Diskretion seines Rechners "PC Hell", der auf seiner Festplatte offenbar auch noch eine größere Sammlung schrammeliger Exploitation-Filme liegen hat.

Das ist nämlich der zweite Affront gegen die hehren Metalgesetze, den sich Goregonzola leistet. Das Mensch-Maschine-Duo hat nämlich Humor, lässt Michael Knight als Michael Fight wieder auferstehen und nennt sein Gemisch aus Metal und Electro kurz Me-tro. Scherzkeks! Wobei man ihm zugestehen muss, dass seine Begriffssetzung musikalisch wesentlich stringenter aus den Boxen bläst als Alexander Marcus und seine alberne Electrolore. Nichts für Leute mit "empfindlichen Ohren" wie es in "Song For the Kids" heißt, aber 30 Sekunden, die man sich Zeit nehmen sollte.

Florian Schneider / Tonspion.de

Download & Stream: 

Alben

Ähnliche Künstler