Album

This Is Nowhere To Be Found

The Grand Opening - This Is Nowhere To Be Found

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Mit mordsmäßig viel Gefühl

Welche Musik wäre in Deinem Walkman, wenn Du auf eine einsame Insel gehen könntest? The Grand Opening, weil diese so passioniert und aufrichtig aus einem Stockholmer Wohnzimmer erklingen und ganz arg doll berühren.

Reduziert man The Grand Opening auf sein Wesentliches, bleibt Gitarrist und Sänger John Roger Olsson, der dies auf Tapete Records erscheinende Debüt im Winter letzten Jahres nahezu allein in seiner Wohnung in Stockholm arrangiert und aufgenommen hat. Und: Sein Wohnzimmer klingt riesig, ja fast schon etwas nach Tundra, nach Unterwasserwelten, nach Sonnenuntergang und winterlicher Herbstlichkeit. Wen dieses Album nicht rührt und bewegt, der kann nur ein Stein aus kaltem Metall sein. Denn diese Platte weiß um die Berührungspunkte des noch nicht ganz abgestumpften, des noch mit etwas Gefühl und Herz ausgestatteten Hörers. Sphärisch, aber pointiert, melancholisch, aber nicht selbstmitleidig, hoffnungslos, aber kräftigend – so groß ist „This Is Nowhere To Be Found“. Dicht, dunkel und direkt ins Herz geht dieses Album, so wie Logh, Tiger Lou und Elliott Smith in ihren besten Zeiten und Sophia in ihrer Frühphase zu überzeugen wussten. Nämlich mit mordsmäßig viel Gefühl. Das hier zu hörende “Darkness Save Us” ist gut, aber nicht das stärkste Stück auf diesem durchweg bezaubernden Album. Absolutes Highlight ist das eröffnende „This Time I Might“, ein Kandidat für das Mixtape, das in jedem Fall mit auf die einsame Insel muss. (bb)

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