Album

Cold As The Clay

Greg Graffin - Cold As The Clay

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Punkrock is dead

Bad Religion-Frontopa Greg Graffin hat am Lagerfeuer Platz genommen und besingt dort nun seine Roots. Das ist aufgesetzt introvertiert, patriotisch angehaucht und äußerst entbehrlich.

Eine halbe Ewigkeit punkrockt Greg Graffin nun schon auf einem Luxuslevel mit seiner Band Bad Religion. Seine politisch ach so kritische Doktorarbeit wurde nach Jahrzehnten nun fertig gestellt und veröffentlicht, so dass der „Auf Nummer Sicher“-Punkrocker gehobenen Alters dummerweise Zeit finden konnte, um auf seine Vergangenheit und seine Wurzeln zurückzuschauen. Folkig und spontan schwingt man Westerngitarre, Banjo und Mundharmonika „Knie an Knie im Kreis“ und schunkelt los. Neben diversen anderen Musikern hat Greg auch seinen alten Nachbarskumpel aus L.A-Sandkastenzeiten ausgebuddelt und zum Musizieren wie in alten Zeiten eingeladen. Da köpft man eine Flasche Met auf die good old times in Wisconsin, auf die alte traditionelle Countrymusik und auf die schöne Heimat. Schlussendlich klingt jeder Song so, als würden Neil Young und The Pogues das Weihnachtsfest im Altersheim in ihrem Zustand der musikalischen Demenz gestalten. Was die Musiker der Weakerthans geritten hat, bei dieser Platte mitzuwirken, bleibt ein Rätsel. Das Gute an diesem Album ist die Hoffnung, dass dies vielleicht den musikalischen Abschied von Greg markiert. Das Geld sollte doch mittlerweile für einen gediegenen Punk-Lebensabend reichen. (bb)

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