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Eine Revolution ist viel zu wenig

Guaia Guaia - Eine Revolution ist viel zu wenig

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Straßenmusiker 2.0

Guaia Guaia, das sind zwei Straßenmusiker, die ihr Leben ohne doppelten Boden aber mit viel Liebe zur Musik bestreiten. „Eine Revolution ist viel zu wenig“ heißt ihr viertes Album, gleichzeitig ihr Debüt bei Universal. Es lebt von in Fußgängerzonen erprobtem Sound, der an nervige Panflöten-Gruppen gar nicht, an Deichkind dafür umso mehr erinnert.

Jung, ohne Ausbildung und Schulabschluss entschließen sich Elias Gottstein und Carl Luis Zielke ihren Traum zu leben: ein Leben für und von der Musik. Dabei führte der Weg der beiden aus Neubrandenburg nicht nach Berlin, sondern auf die Straßen Deutschlands. Zwei Jahre waren Guaia Guaia als Straßenmusiker unterwegs, ohne festen Wohnsitz, Hab-und-Gut und Instrumente verstaut in Lastenfahrrädern. Nachzusehen ist das im Dokumentarfilm „Unplugged Leben: Guaia Guaia“, der beim bayerischen Filmfest 2012 den Publikumspreis gewann.

Bei zahllosen unangemeldeten Konzerten haben sie ihre Songs gespielt, dabei schnell und unmittelbar gemerkt, was funktioniert und was nicht. Drei CDs haben Guaia Guaia aufgenommen und selbst unter die Leute gebracht, jetzt steht ihr Debüt für den Major Universal an. Dort stehen auch Deichkind unter Vertrag, mit deren Sound sich die erste Single „Alle Autos fliegen hoch“ durchaus vergleichen lässt. Guaia Guaia verpacken Kritik in scheinbar harmlosen Parolen: Zu einem scheppernden Electrobeat rappen die beiden über ein richtiges Leben im falschen und den Weg dorthin. „Eine Revolution ist viel zu wenig“ erscheint im Sommer 2013.

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