Günter Wand dirigiert Schubert und Bruckner

Günter Wand - Günter Wand dirigiert Schubert und Bruckner

Komponist: 
Anton Bruckner
Interpret: 
Günter Wand
Ensemble: 
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Bruckners Opus ultimum

Anton Bruckners letzte und unvollendet gebliebene Symphonie Nr. 9 bildet in mehr als einer Hinsicht den Höhe- wie auch den Schlußpunkt der Spätromantik. Dirigiert von dem legendären Bruckner-Spezialisten Günter Wand stellen wir dieses gewaltige Werk mit einem kompletten Satz vor.

Die vorliegende Doppel-CD vereint mit Franz Schuberts „Unvollendeter“ und Anton Bruckners Neunter die beiden bedeutendsten unvollendeten Symphonien der Musikgeschichte und gibt ein denkwürdiges Berliner Konzert vom März 1993 in seiner Gesamtheit wieder. Unter seinem Ehrendirigenten, dem gemeinhin in einem Atemzug mit den größten Bruckner-Spezialisten des 20. Jahrhunderts genannten Günter Wand, ist das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin zu hören.

Mit seiner „Symphonie Nr. 9 d-moll“ beschäftigte sich Anton Bruckner (1824-1896) während der letzten zehn Jahre seines Lebens. Er verstarb, ehe er das Finale vollenden konnte. Auf wundersame Weise bilden jedoch die drei existierenden und fertiggestellten Sätze eine vollkommen anmutende Einheit – genau wie man es auch in Bezug auf Schuberts zweisätzig gebliebene „Unvollendete“ empfindet.

Anton Bruckners Opus ultimum besteht aus einem riesenhaften, mittelschnellen ersten Satz und einem beinahe noch extensiveren, in eisiger Pracht dem Tod entgegengehenden Adagio, zwei Sätzen, deren Laufzeit sich jeweils einer halben Stunde nähert. Die Monumentalität dieser beiden Ecksätze rahmt ein ca. zehnminütiges, energiegeladenes Scherzo ein, unser Hörbeispiel, das dazu in einem krassen Gegensatz steht: Es ist Bruckners mit Abstand modernstes Stück Musik, in dessen stampfenden Rhythmen sich der Pulsschlag des Maschinenzeitalters manifestiert.

Günter Wand, dessen größte Stärken in der klanglichen Präzision sowie im Herausarbeiten komplexer musikarchitektonischer Strukturen lagen, hat beide der hier dokumentierten Werke mehrmals eingespielt. Je älter dieser Kapellmeister wurde, desto mehr verabschiedete er sich von einer teils übertrieben trockenen Sachlichkeit, die seinen Stil in früheren Jahren charakterisierte, vor allem im Rahmen von Liveaufführungen. Da das insbesondere für den vorliegenden Mitschnitt geltend gemacht werden kann, haben wir mit dieser Doppel-CD ein Dokument von bleibendem Wert vor uns, das man mal gehört haben sollte.

2 CDs, ca. 92 Minuten

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