Mahler: Symphonie Nr. 4 G-Dur

Gustav Mahler - Mahler: Symphonie Nr. 4 G-Dur

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Quintessentieller Mahler
Zu Mahler gehen die Meinungen weit auseinander. Manche sehen in ihm den Visionär des kommenden Maschinenzeitalters, andere nur einen leicht kakophonen Parvenü, der nicht über genügend strukturelle Kraft verfügte, um sinnvoll vom Anfang zum Ende zu kommen.

Und an keinem der Werke Mahlers hat sich von der Uraufführung an die Kritik so sehr entzündet wie an der 4. Symphonie, die mit ihrem Arsenal an ironischen Brechungen, unaufgelösten Spannungen und ständigen Stimmungswechseln als perfekter Ausdruck des post-romantischen nicht-mehr-weiter-Wissens in der Musik gelesen werden kann. Was letztlich jeder für sich selbst einschätzen muss.

Simon Rattle hat zu Mahlers 4. Symphonie einmal gesagt, dass die Temporelationen dieses Werkes für ihn erst funktionierten, als er versuchte sich vor Augen zu führen, was wohl Satzbezeichnungen wie "In gemächlicher Bewegung. Ohne Hast" (der 2. Satz, unser Hörbeispiel) aus der Perspektive eines Menschen am Ende des 19. Jahrhunderts bedeutet haben mögen. Ähnlich gedankenvoll geht Giuseppe Sinopoli an diese in den Jahren 1899 und 1900 entstandene Symphonie für großes Orchester und Sopran (im letzten Satz) heran, wovon man sich in seiner Einführung (als Bonus auf der CD) selbst überzeugen kann.

1 CD, ca. 80 Minuten (inklusive einer 18-minütigen Einführung durch den Dirigenten)

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