Album

Dunka Dunka

Hakan Lidbo - Dunka Dunka

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Metallischer Funk

In den letzten Jahren ist es etwas ruhig geworden um Håkan Lidbo, einem der Vorzeige-Elektroniker aus Schweden. Mit einem neuen Album auf Shitkatapult zeigt er seinen musikalischen Status Quo.

Zwischen 1998 und 2004 gab es beinahe monatlich eine neue Platte von Håkan Lidbo – sowohl unter seinem richtigen Namen als auch unter zahlreichen Pseudonymen. Ein wenig wirkte er damals wie die sympathische Freak, der sich in den verschiedensten Spektren elektronischer Musik austoben wollte. Zwischen Techno, Electronica, Disco, House und Soul bewegte sich Lidbo in bemerkenswerter Versiertheit. Sein neues Album „Dunka Dunka“ kommt ungewohnt ungeschliffen und mit straightem Techno daher. Doch die Tracks wissen schnell zu bannen – Rohe 8-Bit-Melodien sorgen für einen metallischen Funk, scharfkantige Hi-Hats und unermüdlich voran schraubende Bassdrums gewähren kaum Atempausen. Dumpf und monoton wird das Ganze jedoch selten. Håkan Lidbos Erfahrungen machen sich eben auch in scheinbar schnell raus gerotzten Techno-Tracks bemerkbar. „Dunka Dunka“ bietet viel Reibungsfläche, strapaziert mit teilweise überbetonten Noise-Sequenzen, zeigt allerdings auch, dass es auch abseits von Minimal zurzeit noch Platz für guten Techno mit Keller-Attitüde gibt. Als Free-MP3 hat Shitkatapult leider das aus dem Rahmen fallende Intro „Shawnstooker“ gewählt, das ungleich schroffer ist als die weiteren Tracks des Albums. (jw)

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