Iodine

Half Cousin - Iodine

Label: 
Redaktionswertung: 
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herausragend
Schotten hämmern Melodien
Half Cousin zeigen, wie man traditionelle Folk-Musik als Inspiration nutzen kann, und dennoch ein lässig verträumtes Pop-Album hinbekommt. Musik aus Schottland, mit Ecken, Kanten und einem großem Herz.

Auf einer Inselgruppe nördlich von Schottland werkeln Kevin Cormack und Jimmy Hogarth an einer Symbiose aus melancholischen Melodien und improvisatorischem Experimentieren. Mit Kisten, Mülleimern und Haushaltsgeräten werden die Beats gebaut, mit Gitarre und verschleiertem Gesang kommt die Eingängigkeit ins Boot. Mit scharfem Akzent singt Kevin Cormack, der als Mastermind von Half Cousin gilt. Zu Live-Auftritten schart sich ein kleines Kollektiv aus befreundeten Musikern um Cormack. Das zweite Album „Iodine“ ist schwelgerisch und zurückhaltend zugleich, es bewegt sich in einer Mischung aus Songwriter-Intimität, Lofi-Electronica und Kraut-Rock, wirkt jedoch zu keinem Punkt dilettantisch oder selbstverliebt. Wie ein roter Faden zieht sich auf „Iodine“ eine unprätentiöse Eigenwilligkeit durch, die aber dank der versierten Melodien selten ins Avantgardistische abdriftet. Der Pop-Appeal scheint für Half Cousin wichtiges Kriterium für einen guten Song zu sein. Und das macht diese Band so interessant. „Jim´s Crash Memory“ aus dem Album dürfte dies aufzeigen. (jw)

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