Ferndorf

Hauschka - Ferndorf

Redaktionswertung: 
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herausragend
So fern und doch so nah
Bisher wandelte Volker Bertelmann alias Hauschka mit seinem präparierten Klavier auf den Spuren von John Cale. Für "Ferndorf" hat Bertelmann die Klangforschung vorübergehend eingestellt und sich auf die Komposition konzentriert.

"Ferndorf" ist ein kleiner Ort im Siegerland, mitten in Deutschland und doch ganz weit weg von den großen Metropolen. Wer hier aufwächst hat eigentlich nur die Möglichkeit früh zu heiraten oder abzuhauen. Volker Bertelmann ist abgehauen, nach Düsseldorf, um Klavier zu studieren. Jetzt führt ihn sein Album "Ferndorf" zurück ins Siegerland und wirft einen verklärten, manchmal beschwingten, manchmal melancholischen Blick auf the thing called "Heimat".

Um sich seiner Jugend noch einmal zu näher, lässt Hauschka das präparierte Klavier, das in den letzten Jahren sein Markenzeichen war, zugunsten der Komposition in den Hintergrund treten. Streicher, ein Cello oder einige Bläser übernehmen die Kontrolle. Das "Ferndorf", das Hauschka zeichnet, wirkt im Rückblick gar nicht mehr so öde und langweilig, wie man es als Kind empfunden hat. Die eigene Sozialisation kann man nicht abstreifen oder hinter sich lassen, letztendlich hat man ihr vieles zu verdanken: Dieses Eingeständnis formuliert Hauschka auf diesem Album in den wunderbarsten und versöhnlichsten Tönen.

Florian Schneider / Tonspion.de

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