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The Way The Wind Blows

A Hawk And A Hacksaw - The Way The Wind Blows

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
American Klezmer

Wenn Amerikaner fremdländische Musik interpretieren klingt das oft so wie Los-Sowieso-Pampe an der Fast-Food-Station schmeckt. Irgendwie billig. Das es auch anders geht beweisen A Hawk And A Hacksaw auf ihrem dritten Longplayer.

Es mag am Alter liegen. Kaum hat man seine Twens hinter sich, beginnt man sich für Country-Musik zu interessieren. Oder für Jazz. Es scheint ein Naturgesetz zu sein. Inzwischen kommen einem auch Klezmer-Sounds in den CD-Player. Zumindest, wenn sie so spannend und frisch klingen wie die Stücke von Jeremy Barnes (Ex-Neutral Milk Hotel) und Heather Trost alias A Hawk And A Hacksaw. Was ihr Bruder im Geiste Zach Condon (Beirut) mit seinem Album "Gulag Orkestar" vorgemacht hat gelingt auch dem Duo Barnes/Trost in vorzüglicher Weise - die Verknüpfung von amerikanischem Folk mit Klezmer, Gipsy und Balkan-Beats. Während Condon seine Stücke aus der Erinnerung einer Balkan-Reise eingespielt hatte, sind A Hawk And A Hacksaw für "The Way The Wind Blows" kurzerhand nach Rumänien geflogen, um die Stücke vor Ort mit der bekannten Gipsy-Brass-Band Fanfare Ciocarlia einzuspielen. Dies gibt den Stücken einerseits ein gehöriges Maß an Authentizität, andererseits hat die Nachbearbeitung unter Mithilfe von Zach Condon aus dem Album gleichwohl ein lupenreines Stück faszinierender Popmusik gemacht. Nachzuhören auf dem atmosphärischen Download "God Bless The Ottoman Empire". (cw)

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