Album

Transmit Disrupt

Hell Is For Heroes - Transmit Disrupt

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Melodieseliger Gitarrenkrach mit flottem Hut

Für einen Moment schien es sicher: Emo aus dem Vereinigten Königreich wird das nächste große Ding. Hell Is For Heroes, ein überzeugendes Debüt im Rücken, steckten mittendrin. Sie blieben dort und gingen mit unter. Und leben immer noch.

Zwischen der Zeit des Britpopschmands und den aktuellen Heydays britischer Postwavebolzerei schien dieses Emoding echt Potenzial zu haben. Vor allem in Hundred Reasons und Hell Is For Heroes fanden sich feine Bands, die schwungvoll und mitreißend Innovation Innovation sein ließen und statt dessen perfektionierten, was zu perfektionieren war. Mit "Ideas Above Our Station" und "The Neon Handshake" hatten beide schmissige Alben mit Druck und Melodie am Start, doch nachdem das große Ding kein internationales Ding werden wollte, schmolz das Interesse schnell. Labels wandten sich ab und gingen auf Frischfleischjagd, Ko-Protagonisten wie Biffy Clyro verließen das sinkende Schiff und fanden ihr Heil in wahnwitziger Stilkaleidoskopie. Hell Is For Heroes wiederum fanden sich ab und wieder zusammen. Die Band schrieb und produzierte "Transmit Disrupt", erfand das Rad zwölf Mal nicht neu, brachte Gitarren, Geschrei und Melodieseligkeit erneut unter einen flotten Hut und veröffentlichte ihr zweites Album halt auf dem eigenen Label. Und weil "Transmit Disrupt" bestens funktioniert, landeten sie schnell bei den lauten Superskandinaviern von Burning Heart. Und in deren Sortiment Altbewährtes stets gut und besser aufkochender Spitzenbands passen sie auch ganz hervorragend. Ob das gut oder schlecht ist, möge ein jeder selbst entscheiden. (sc)

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