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Die Reise ans Ende der Welt

Henning Mankell - Die Reise ans Ende der Welt

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Mankells letzter Teil der Joel-Tetralogie

Henning Mankell kennt man vor allem als Schöpfer des eifrigen Kommissars Wallander. Aber Mankells Talente reichen noch sehr viel weiter. Für seine Kinderbücher erhielt er den Astrid-Lindgren-Preis. „Reise ans Ende der Welt“ ist eines davon.

Die "Reise ans Ende der Welt" beschließt Mankells Roman-Tetralogie um Joel Gustafson und seinen Vater Samuel, die zusammen in der nordschwedischen Ödnis leben. Joels Mutter zog es vor langer Zeit in die Anonymität der schwedischen Hauptstadt Stockholm. Doch dann eines Tages, Joel hatte seinen 15. Geburtstag gerade hinter sich gebracht, taucht plötzlich eine Adresse der Mutter auf. Joel und Vater Samuel beschließen die vermisste Jenny in Stockholm zu besuchen. Für Joel der erste Schritt, erwachsen zu werden. Gefühlvoll beschreibt Mankell das scheue Widertreffen von Mutter und Sohn und den Schmerz des einst verlassenen Vaters. Und wie der junge Joel seine Träume packt und verwirklicht, als er später auf einem Frachter anheuert und zur See fährt, mit dem Traum einer "Reise ans Ende der Welt" zu den sagenumwobenen Pitcairn-Inseln, einst neue Heimat der gestrandeten Rebellen der Bounty.
Henning Mankell gehörte schon lange vor seinen Erfolgen mit Kommissar Wallander in Deutschland zu den erfolgreichsten Autoren seines Heimatlandes. Seine Bandbreite ist enorm und reicht von Theaterstücken bis zu ernster Belletristik und Kinderbüchern. Derzeit lebt Mankell im Dritt-Welt-Land Mozambique, mit dem Ziel dort ein Theater zu eröffnen.
Das 1999 veröffentliche "Reise ans Ende der Welt" wird auf einer Spieldauer von knapp vier Stunden vom Berliner Schauspieler Frank Arnold gelesen. (os)

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