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The Young Machines Remixed

Her Space Holiday - The Young Machines Remixed

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Shoegazing in space

Auf seinem letzten Album "The Young Machines" entdeckte der eigenbrötlerische Amerikaner endgültig den Song für sich. Nun lässt er ihn von diversen Remixern wieder auseinander nehmen.

So recht schlau mag man daraus ja nicht werden. Aus dem, was Mr. "ihr Weltraumurlaub" Marc Bianchi der Neigungsgruppe Indietronic-Hörer regelmäßig um die Ohren haut oder besser mit dem er die Gehörgänge sanft salbt. Aus der Tatsache, dass hier ein Ex-Hardcore-Punk (u. a. bei Mohinder) auf einem Label von und für Abstract-HipHop-Headz (Mush) sphärisch-tänzelnden Tagtraum-Pop fabriziert. Aus dem Faktum, dass Bianchi letzten Jahres freiwillig einen Umzug von San Francisco direkt zur Quelle des Bösen wagte (Austin, Texas). Aus Coverart und Texten, die nur im ersten Eindruck lieblich und beschwingt stimmen, um die zugrunde liegenden seelischen Verwüstungen auf den zweiten Blick umso eklatanter zu Tage zu befördern. Aus seiner Album-Thankslist, auf der er Aesop Rock, Busdriver oder Atmosphere ebenso selbstverständlich grüßt wie die Super Furry Animals oder die Neptunes. Nein, schlau wird man daraus nicht. Und soll es auch nicht werden. Denn auf eine seltsame und bezaubernde Art und Weise fügt sich hier die latente Selbstzerfleischung des Mush/Anticon-Klüngels ebenso ein wie die Seelenschau, die Emo-Größen wie Bright Eyes (die er wie R.E.M. oder Ruby auch schon remixen durfte) oder Dashboard Confessionals´ Chris Carraba betreiben. Die zwanglosen Pop-Momente der Super Furries (wenn auch auf weit niedrigerem Abstraktions-Level) finden sich hier ebenso wie die Pluckerelektronik von Plaid und Konsorten. Nur die produktionstechnische Raffinesse von Pharrell und Chad, die erreicht Bianchi nicht. Was seinen im besten Verständnis angenehmen Werken aber ohnehin nur geschadet hätte. Denn gerade der Charme des Unperfekten und Brüchigen ist es, der ihren Reiz ausmacht. Nachzuprüfen auf dem bezaubernden Dntel-Remix von "Japanese Gum". (cp)

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The Young Machines

Her Space Holiday - The Young Machines

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Melancholische Klanggemälde aus Texas
An der Schnittstelle von Pop und elektronischer Musik experimentiert der US-Songwriter Marc Bianchi unter seinem Pseudonym Her Space Holiday. Auf seinem neuen Album "The Young Machines" verfeinert er sein Prinzip.

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