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Hit A Low

The High Wire - Hit A Low

Redaktionswertung: 
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Die latente Laszivität in der Stimme

Wow - was für eine Stimme hat dieser Typ - oder diese Frau? Schon diese Tatsache allein, dass man die Stimme nicht eindeutig einem Geschlecht zuordnen kann, macht ihren Klang so besonders.

Und hier kommt des Rätsels Lösung: "Er" heißt Tim Crompton und ist der neue Stolz des Londoner Labels Impatio Sound, unter dessen Dach sich bereits Emma McGlynn einen Namen machte. The High Wire heißt seine mehr oder weniger One-Man-Group bestehend aus Crompton als Singer Songwriter und Gast-Vokalistinnen wie Emma McGlynn und Eddy Moran alias "A Girl Called Eddy". Um sein Debüt im Studio aufnehmen zu können, stellten sich Freunde und Session-Player zur Verfügung. Obwohl die Konstellation The High Wire einen etwas chaotisch, auf die Schnelle improvisierten Eindruck erweckt, hört sich das Resultat überhaupt nicht danach an. Die instrumentale Einführung "Ahead Of The Rain" bereitet auf einen Hauptteil vor, der eine Berg- und Talfahrt pompöser, jedoch nicht aufdringlicher Melodien in Gang setzt, die sich mit balladiösem Poprock reiben - doch nicht schmierend oder triefend. Nun hatte man geglaubt nach Elliott Smith käme keiner mehr, der das Talent besäße, diese latente Laszivität aus seiner Stimme herauszukitzeln. Auch wenn ihre Musik nicht unbedingt miteinander zu vergleichen ist - Crompton wäre einer, der es stimmlich mit Smith aufnehmen könnte. (sp)

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