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Silent Treatment

Highasakite - Silent Treatment

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In der Ruhe liegt die Kraft

Skandinavische Indiepop-Bands werden ja gern mal über einen Kamm geschoren: Klingt wie Little Dragon oder Of Monsters And Men, alles klar. Die norwegischen Highasakite passen in diese Reihe und auch wieder nicht. Fürs Berlin Festival 2014 steuern sie die offizielle Hymne bei. 

"Silent Treatment" ist das Debütalbum von Highasakite (übersetzt: "hoch wie ein Drachen") und es klingt erstaunlich reif - nicht im Sinne von "alt", sondern so, dass man spürt, dass hier eine Band ihren ganz eigenen, spezifischen Sound gefunden hat. In Norwegen stieg ihr Album direkt auf Platz 1 der Charts.

Im Zentrum der aufwändig instrumentierten Stücke (Flügelhorn, Synthesizer, Gitarren) steht die eindringliche Stimme von Sängerin Ingrid Helene Håvik, die zu Protokoll gibt, dass sie stark von den berühmten bulgarischen Frauenchören ("Les Mystères des Voix Bulgares") beeinflusst wurde.

Vielleicht macht das - in Kombination mit dem Jazz-Background -  den Unterschied zu anderen skandinavischen Bands, obschon man Highasakite keinesfalls in die Schublade "ambitioniert, aber unhörbar" stecken sollte: Ihre Songs sind stets dem (Indie-)Pop verpflichtet, auch wenn sie wie "I, The Hand Grenade" oder "Hiroshima" ernste Themen wie Selbstmordattentate und Atomkriege verhandeln.

Highasakites Popsongs wie "Leaving No Traces" sind toll, am Ergreifendsten klingt die Band aber, wenn sie Balladen in schwelgerische Arrangements verpackt: Songs wie "My Only Crime" und "Science and Blood Tests" zeigen die außergewöhnliche Klasse dieser Band.

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