Automatic Teller Machine

Hinterlandt - Automatic Teller Machine

Redaktionswertung: 
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schwach
mittelmäßig
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herausragend
One-Man-Show-Pop
Sydney statt Berlin, Songwriter-Electronica statt Indietronics – Jochen Gutzsch aka Hinterlandt gilt als Geheimtipp des Frickel-Pop-Underground. Nach acht Platten ohne deutschen Vertrieb, wurde nun sein erstes Album in den hiesigen Läden erscheinen.

Aber von Anfang an: Jochen Gutzsch lebte bis vor zwei Jahren in Australien, spielte anfangs in allerlei Rockformationen, begann später solo mit Elektronik zu experimentieren. Sein Hinterlandt-Projekt stellte Pop-verwöhnte Ohren auf die Probe, gleichzeitig näherte sich Gutzsch von selbst nach und nach den eingängigen Schemen von Pop-Musik an, zog nach Bonn und ist nun fit genug, um großartige, angenehm verschrobene Pop-Songs zu schreiben. „Automatic Teller Machine“ heißt sein neuntes Album, das auf dem Bremer Label Sopot Records erscheint. Und es klingt wie aus einem Guss – nicht zu schroff, nicht zu weich; mal ruhig-zufrieden, mal aufpeitschend, stets umgeben von süßer Melancholie. Man hört die Reife eines Musikers, der sich nie auf einen Sound festlegen lassen wollte, der nach experimentierfreudigen und rauen Jahren auf den Boden zurückkehrt und sich auf das Wesentliche konzentriert. Jochen Gutzsch zelebriert eine One-Man-Show mit Gitarre, Loops und Trompete, ohne selbstgefällig zu wirken. In nur acht Stücken verpackt er unzählige Ideen – von Electronica bis Indie – und behält trotz dem die Übersicht. „Friends“, der Album-Opener, öffnet die Tür in das weit reichende, landschaftlich reizvolle Hinterlandt. (jw)
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