Album

Latin

Holy Fuck - Latin

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Sneak Preview

Elektronische Musik muss nicht zwangsläufig vom Sampler kommen. Holy Fuck zeigen, dass man elektronische Musik auch komplett live erzeugen kann. Ähnlich wie ihre Kollegen von !!! oder Mouse On Mars beziehen sie sich auf die Vorbilder aus dem Krautrock der 60er Jahre.

Deutsche Bands wie Can, Kraftwerk oder Amon Düül hatten damals mit den ersten Synthesizern experimentiert, gingen aber dabei häufig noch mit den Mitteln des Rock an ihre Klangexperimente. Es wurden einfach ein paar Knöpfe geschraubt, bis die Klänge auf dem soliden Gerüst von Schlagzeug, Bass und Gitarre ihre volle halluzinogene Wirkung entfalten konnten.

Genauso basteln auch Holy Fuck aus dem kanadischen Toronto heute noch ihre Instrumentaltracks und benutzen dafür Instrumente, die man vermutlich längst ins Museum stellen könnte. Hier wird elektronische Musik weder der Tanzfläche zum Fraß vorgeworfen, noch mit Computern und Sound-Datenbanken automatisiert. Stattdessen improvisieren Holy Fuck ihre Musik live im Studio und auf der Bühne und türmen Schicht um Schicht Sounds auf. Das mag im Ergebnis nicht gerade neu klingen, viele andere Bands haben diesen Weg bereits gewählt und viel Neues gibt es da am Wegesrand nicht mehr zu entdecken. Aber den ersten Track ihres im Mai erscheinenden Albums Mai 2010 kann man guten Gewissens als echtes Brett bezeichnen, genau so wie viele ihrer Remixe für andere Bands. Interessant wird es nämlich bei dieser Art von Musik, wenn sich einzelne Themen und Linien aus dem Wall of sound herausschälen und aus der Jam-Session etwas großes Ganzes formen, was mehr als nur Gedaddel ist. Und das lässt hoffen fürs Album.

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Alben

LP

Holy Fuck - LP

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Nostalgische Klangexzesse
Um Himmels Willen, was ist das? Das mag einem durch den Kopf gehen, wenn er sich diese "LP" in den CD-Player legt. Der Name ist hier also Programm: Holy Fuck!

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