Happiness

Hurts - Happiness

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Manchester und seine unendliche Geschichte der Popmusik. Für das nächste Kapitel sind Theo Hutchcraft und Adam Anderson verantwortlich. Als Hurts verschmelzen sie Synthesizer und Gefühl bis an die Schmerzgrenze.

Mit ihrer ersten Single "Wonderful Life" versetzten Hurts nicht nur England in Aufregung: Mit kitschigem Pathos, vielen Reminiszenzen an vergangene Dekaden und einer vom Video bis zum Pressefoto geradezu ergreifend durchstilisierten Ästhetik wirbt das Duo für ihr selbstbetiteltes Debütalbum.

Mit ihm spalten Hurts derzeit die Popwelt wie kaum ein anderer Act. Für die einen sind ihre Songs von anmutender Schönheit, andere halten ihre musikalischen Posen für plumpe Effekthascherei.   

Sie selbst beschreiben ihre Musik sinngemäß als "elektronische Musik mit Emotionen". In der Praxis wird das zu einem gewagten Spagat - Sänger Hutchcraft stilisiert sich auf der Bühne gerne irgendwo zwischen Opernsänger und Dandy.

Das Duo erscheint als Meister der Inszenierung, jedoch nicht der Verblendung. Denn im Gegensatz zu so manch anderem Projekt bauen sie auf einem stabilen Fundament: Auf ihr Songwriting können sie sich verlassen - man höre beispielsweise das anrührende "Water", mit dem sie ihr Debüt viel mehr als nur würdig beenden.

Im Fazit ein beeindruckendes Album, das den Sound der Achtziger für die Gegenwart interpretiert. So gekonnt produziert, dass die Tatsache, dass sich Kylie Minogue für das Stück 'Devotion' gerne als Duett-Partnerin anbot, lediglich eine Randnotiz sein darf.

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