Dissolver

Iran - Dissolver

Redaktionswertung: 
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herausragend
Wer suchet, der findet Gutes

Keine Suchmaschine wird bei der Eingabe dieses Namens zunächst auf Musik verweisen; schon gar nicht auf solche, die mit TV On The Radio, Pavement oder Sebadoh in Verbindung steht. Schade eigentlich, ist Iran doch ein kleines Lo-Fi-Schätzchen.

Iran ist seit vielen Jahren schon ein Projekt von Aaron Aites und Kyp Malone. Letzterer ist bekannt durch seinen „anderen Job“ bei der Band TV On The Radio. Mit diesem Umstand hat man auch gleich zwei Dinge gesagt: Erstens, dass TV On The Radio-Kollege Dave Sitek natürlich seine produzierenden Finger mit im Spiel dieses Albums hatte und zweitens, dass man die besagte Band natürlicherweise und nicht selten zwischen den Songzeilen Irans heraushört. Allerdings sei davor gewarnt, Iran als bloßen Abklatsch oder gar schnöden Aufguss der hier nun viel zitierten Referenzband abzutun. Iran sind eigen.

„Dissolver“ - bereits das dritte Album dieses Projektes - ist ein Album, das dem Lo-Fi-Spirit frönt, sich dabei aber nicht künstlich in der Unhörbarkeit suhlt. Es ist unkonventioneller Pop, der von einer Atmosphäre durchzogen ist, die nicht selten an Lou Barlows Handschrift, Beck’sche Lässigkeiten oder Pavements Großartigkeiten erinnert. Die Songs ruhen und pulsieren zwischen Noise und Natürlichkeit und rocken dabei, ohne sich oder der Musikwelt etwas beweisen zu wollen. Die Suche lohnt sich also.   

Björn Bauermeister / Tonspion.de

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