Album

Amorino

Isobel Campbell - Amorino

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Solodebüt von Belle ohne Sebastian

Den Niedlichkeitspreis 2003 hat sich Isobel mit ihrem Album "Amorino" verdient. Süßlicher die Glocken nie klangen. Belle and Sebastian-Fans werden`s zu schätzen wissen.

An Belle und ihrem Sebastian schieden sich die Geister. Nicht anders ist es bei diesem Album der Fall, das auch redaktionsintern auf heftige Zuneigung wie auf ein knappes "Mir doch egal" stößt. Als sie im Sommer 2002 ihre Band verließ, hatte die ehemalige Belle ihr Soloalbum bereits im Kasten. Über zwei Jahre hat sie zwischen unzähligen Live-Auftritten ihrer Stammformation über 60 Musiker ins Studio gekarrt und an ihren Songs gearbeitet. Entsprechend heterogen und abwechslungsreich klingt das Album. Erstaunlich für mich nur, wie leblos der Opener "Amorino" bleibt. Trotz eines beeindruckenden Instrumentariums, wie es noch in den 60er Jahren im Pop üblich war, schafft es Isobele nicht, sich vom simplen Grundthema des Songs zu lösen und ihm eine Dynamik geschweige denn Dramatik zu verleihen. Das hier plätschert vor sich hin und weiß nicht so recht, wohin es soll. "Make it whole, heart and soul" säuselt Isobele dazu, aber es wird nichts nützen. "Amorino" jedenfalls ist ihr nur halb gelungen. Aber wie ich bereits sagte: an Belle and Sebastian schieden sich die Geister und das bleibt auch bei Isobels Soloalbum so. Entscheidet doch einfach selbst. (ur)

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