Sequel

Jacaszek & Milka - Sequel

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Polnischer Elektronika-Jazz
Zugegeben: Musik aus Polen ist hierzulande eindeutig unterrepräsentiert. Vielleicht Paul Wirkus, der schon bei Staubgold veröffentlicht hat, aber sonst? Michal Jacaszek hätte das Zeug dazu, auch hier Gehör zu finden. Und das nicht nur als Exot.

Wobei der Exotenbonus natürlich für den Anfang Gold wert sein kann. Zusammen mit der Sängerin Milka Malzahn hat er ein wunderbar verspieltes, leicht kratziges Elektronika-Jazz-Album namens „Sequel“ aufgenommen, das die polnische Sprache als überaus poetisch zeigt. Natürlich ist Polnisch weit abgeschlagen, wenn es ein Ranking für die beliebtesten Sprachen in der Pop-Musik gäbe. Aber genau das macht auch den Reiz des Duos aus. Jacaszek scheint profiliert genug, um seine Stücke skizzenhaft und leicht wirken lassen zu können. Nichts ist unnötig aufgeladen, die echten Instrumente wie Klavier und Gitarre sind direkt, die elektronischen Spuren angenehm verquer, ohne avantgardistische Note. Hinzu kommt der erfrischend und authentisch wirkende polnische Gesang. Die Songs werden nicht unnötig in die Länge gezogen, sie behalten trotz der latenten Melancholie eine Fröhlichkeit bei und erinnern dann und wann an Donna Regina. Zwei Stücke des Albums hat das polnische Label Gusstaff Recordings auf seine Website gestellt. Und die sollten nicht ungehört bleiben. (jw)
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