Jzz & Lyrk

Jacques Palminger - Jzz & Lyrk

Label: 
Redaktionswertung: 
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Elastische Brüche

Wie genial ist Jacques Palminger? Palminger, bei Studio Braun zwischen Schwiegertochter-Typ Schamoni und Choleriker Strunk so etwas wie der ewig Unterschätzte, dekonstruiert auf seinem neuen Album in grandioser Weise, was die Platte vorgibt zu sein: „Jazz & Lyrik“

„Jzz & Lyrk“ verspricht Palminger gemeinsam mit seiner neuen Band, dem 440 Hz Trio um Richard von der Schulenburg. Ex-Dackelblut-Drummer Palminger rezitiert darauf absurde Texte zu sanft perlendem Bar-Jazz, immer auf der Suche nach der nächsten schiefen Metapher, die das sorgsam konstruierte Bild aus Hochkultur für Studienräte wieder auf Studio Braun Niveau hebt. Palminger folgt dabei seinem Leitspruch, den er seiner „Deutschen Frau“ auf den Weg gab: „Du hälst die Brüche elastisch“.

Denn um Brüche geht es Palminger, daraus zieht seine absurde Komik ihren Reiz. Sätze größtmöglicher Banalität werden bei ihm mit großer Dringlichkeit vorgetragen, hohle Phrasen des feuilletonistischen Sprechens mit einer Ernsthaftigkeit, die entlarvt. „Jzz & Lyrk“ ist große Kunst vom „Trio ausnehmender Hässlichkeit“, ein „Schnapsfass voller Aggression“, von „Natur aus korpulent“, kurz: ein „must-have“!

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