Album

Welcome

James Pants - Welcome

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Beat-Collagen

Die Checker von Ed Banger, allen voran Mister Busy P himself, sehen in James Pants schon das nächste große Ding. Dabei hat die spleenige Soundwelt des freundlichen Herrn Pants wenig gemein mit dem Gebollere der Franzosen.

Wenn man den Hip Hop-Anteil auf Pants-Album abzieht. Aber jedesmal, wenn man sich auf eine der bunten Köstume des James Pants eingestellt hat, wechselt der geschickt in den nächsten Anzug: Disco, Rap, Funk, ein bisschen Beastie Boys, ein bisschen Science Fiction treiben "Welcome" zum Haken schlagen an.

Pants ist ein Meister der Collage, der sich nicht lange mit der Bearbeitung von Fundstücken aufhält. Samples sind auch immer als Samples erkennbar. Und so klingt das lässige Discostück "We´re Through" schon nach dem ersten Hören wie ein alter Bekannter, dem man sich verlässlich anvertrauen kann. Mag vielleicht auch daran liegen, dass Pants großzügig Patina über seine bunten Miniaturen streut. Klingt alles wie tausendmal gehört und trotzdem unglaublich frisch, weshalb "Welcome" auf einen Schlag bestimmt einen halben Meter im Plattenregal ersetzen könnte.

Oder, um einen Satz aus der Werkzeugkiste des Grauens für Musikjournalisten zu bemühen: "James Pants hat auf "Welcome" in Sachen Beats die Hosen an!". Was fehlt jetzt noch? Die unbedingte Aufforderung zum Kauf dieses „Silberlings“! Kleinod!

Florian Schneider / Tonspion.de

Download & Stream: 

Alben

Ähnliche Künstler