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Making Time

Jamie Woon - Making Time

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Ein Mann, ein Wort

Ganze vier Jahre hat sich Jamie Woon für den Nachfolger seines Debüts "Mirrorwriting" Zeit gelassen. Was man nun auf "Making Time" zu hören bekommt, ist jede Sekunde des langen Wartens wert.

Bereits im August gab es mit "Sharpness" einen ersten akustischen Vorgeschmack auf die neue Platte. Und schon da fiel auf: es geht in eine etwas andere Richtung. Woon hat den elektronischen Einschlag etwas zurückgedreht und spielte einige Sounds mit einer Band live im Studio ein.

Das Ergebnis ist ein vom ersten bis zum letzten Song beinahe perfektes, eingängiges Album. Einziger Makel: es ist bereits nach zehn Tracks zu Ende.

Was Singer-Songwriter Jamie Woon hier zaubert, sind fein nuancierte, entspannte R'n'B-und Soul-Rhythmen, die mit einer uverschämt subtilen Coolness glänzen. Wen wundert's - Inspiration für "Making Time" war kein Geringerer als D'Angelo und dessen zweites Album "Voodoo". Der beinahe zarte und gleichzeitig durchdringende Einsatz einzelner Instrumente wie Gitarre, Piano, Trompete oder einem extrem gechillten Bass macht aus jedem Song ein kleines Kunstwerk. Ja, die Wörter können gar nicht groß genug sein.

Bis auf "Little Wonder" bestehen die Titelnamen übrigens aus nur einem Wort. Und obwohl man so gern noch viel mehr sagen würde, um das Album zu beschreiben, sind diese beiden - "little" und "wonder" sehr ausreichend. Sogar die oldschooligen, dramatischen Gitarrenklänge in der zweiten Hälfte des besagten Songs sitzen perfekt. Wer Talent hat, darf alles.

Auf einer der besten Nummern der Platte, "Celebration", erhielt Woon übrigens Unterstützung von Willy Mason, dessen eindringliche Stimme bereits Lianne La Havas' "No Room For Doubt" bereicherte. Neben dem fabelhaften Mason gibt sich auch Royce Wood Junior auf "Lament" die Ehre.

Was bleibt da noch zu sagen? Ein Album mit Attitüde - grandios, sexy, frei. Da wird Jamie Woon regelrecht zu - achtung, Wortspiel - Jamie (S)woon.

Tonspion präsentiert Jamie Woon Tour 2016

09.04.16 - Frankfurt - Zoom
15.04.16 - München -Technikum
22.04.16 - Berlin - Heimathafen
23.04.16 - Hamburg - Laeiszhalle

Tickets sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen und bei Eventim erhältlich.

Download & Stream: 

Alben

Mirrorwriting

Jamie Woon - Mirrorwriting

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Woonderkind
Dubstep meets Singer-/Songwriter. Nach James Blake schickt sich mit Jamie Woon der nächste Act an, Dubstep auf ein neues Level zu heben. Mit Unterstützung von Burial veröffentlicht Woon sein Debütalbum „Mirrorwriting“ am 19. April 2011 bei Universal.

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