Loveless

Japancakes - Loveless

Label: 
Redaktionswertung: 
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herausragend
Ton für Ton
Es gibt sie nur alle paar Jahre einmal: Alben für die Ewigkeit. "Loveless" von My Bloody Valentine war so eines. Als Ausdruck der Verehrung wagen sich die Instrumentalisten Japancakes ans Unmögliche: sie haben das Album Ton für Ton gecovert.

Um "Loveless" (hier einige Titel als Stream) ranken sich zahlreiche Anekdoten. Die bekannteste besagt, dass für die zweijährige Produktionszeit rund 250 000 Pfund Studiokosten aufliefen, was das Indielabel Creation Records (das später auch Oasis entdeckte) an den Rand des Ruins und in die Arme von Sony getrieben hat.

Das Album selbst war nach seiner Veröffentlichung im Jahr 1991 kommerziell ein Flop und führte zur Auflösung der Band. Zu gewagt war der Sound zur damaligen Zeit. Mastermind Kevin Shields türmte Gitarrenspur auf Gitarrenspur, mischte Schlagzeug, Bass und Gesang so weit in den Hintergrund, dass die Songs nur noch als Schatten auf der "Wall of Sound" wahrnehmbar waren. Doch genau diese Produktionsweise hat den merkwürdigen Effekt, dass man ganz genau hinhört und dass die dahinter verborgenen Melodien flirrend leuchten. "Loud is the new quiet", sozusagen. Bis heute hat das Album nichts von seiner Magie und Kraft verloren.

Die US-Band Japancakes hat eine Wohnzimmerversion des Monsteralbums eingespielt und schafft es tatsächlich, Schicht für Schicht bloßzulegen und in zwei Nummern kleiner zu übersetzen. Der einzige Effekt dieser Fleißarbeit bleibt aber, dass man sich bemüßigt fühlt, das Original aus dem Plattenschrank zu kramen und die Anlage ganz laut aufzudrehen. In diesem Sommer hat man - nach langer beharrlicher Verweigerung - nun doch noch einmal die Chance, die Band um Kevin Shields auf einigen Festivals (Roskilde, Benicassim, Paris) in angemessener Lautstärke live zu erleben. Es ist zweifellos das Comeback des Jahres. Ob es hält, was es verspricht? Man wagt es kaum zu hoffen.

Udo Raaf / Tonspion.de

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