Signs & Signifiers

JD McPherson - Signs & Signifiers

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Arm in Arm mit RZA und Little Richard

Stillsitzen verboten: Mit „Signs & Signifiers“ liefert JD McPherson ein Rockabilly-Retro-Spektakel ab, bei dem selbst der größte Bewegungsmuffel in Fahrt kommt.

JD McPherson hatte die Wahl: entweder bildender Künstler oder Musiker. Letztlich entschied sich der Mann aus Oklahoma für die Musik, auch wenn McPherson im Bereich Video-Kunst, Performances und Malerei nicht minder zu überzeugen weiß. Doch die schwarze Seite des Rock’n’Roll mit ihren Königen Little Richard, Larry Williams, sowie Soul, Rockabilly und jamaikanischer Rocksteady, nahmen letztlich mehr Platz im Herzen McPhersons ein.

Im Roots-Lager und unter Freunden von Vintage-Klängen, Petticoats und alten Chevis herrscht seit der getroffenen Entscheidung des Feinripp-Barden helle Aufruhr. Denn McPherson verfügt nicht nur über ein mehr als markantes Organ, sondern meistert auf seinem Debütalbum  „Signs & Signifiers“ auch noch den Spagat zwischen Retro und Moderne. Während der Kontrabass wummert, die Snare klatscht und die Telecaster aufjault, hüpfen im Hintergrund der Wu-Tang Clan, Terence Trent D’Arby und Amy Winehouse im Dreieck. Klingt verrückt? Ist es auch.

 

 

Und dennoch: McPherson überspannt den Bogen nicht. Vielmehr lässt er sowohl Traditionellem, als auch der Moderne genug Spielraum, um sich perfekt zu entfalten. Die Basis führt ohne Zweifel direkt in die Arme so illustrer Vergangener wie Elvis Presley, Fats Domino  und Little Richard. Der Appetizer „North Side Gal“ hat jedenfalls den Charme eines 57er Bel Air und lässt selbst den bewegungsärmsten Hintern in Wallung kommen.

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