Marie Antoinette. Les musiques d`une reine

Jean-Philippe Rameau - Marie Antoinette. Les musiques d`une reine

Label: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend

Anläßlich des aktuellen Films von Sofia Coppola, der Marie Antoinette als die erste europäische Modeikone zeigt, versammelt dieser Sampler Werke, die zu ihrer Zeit in Versailles gehört und teilweise von Marie Antoinette selbst in Auftrag gegeben wurden.

Sie galt als die "Königin des Rokoko" (Stefan Zweig) und gab jeden Monat Unsummen aus, für edle Gewänder und Bankette ebenso wie für Theater und Musik. Der Name Marie Antoinette ist auf ewig sowohl mit Grandeur, als auch Dekadenz und Niedergang des französischen Königstums verbunden, denn die horrende Verschwendung, die unter ihr und ihrem Mann, König Ludwig XVI., am Versailler Hof betrieben wurde, war der direkte Auslöser der Französischen Revolution, die in der Folge sowohl ihren, als auch seinen Kopf kostete.

Aber das soll hier nicht Thema sein, wir wenden uns lieber dem Leben zu, das Marie Antoinette am Vorabend dieser Umwälzung führen konnte, nachdem erst einmal ihr privates Schlößchen Trianon errichtet war. Ab 1780 entfaltete sich dort die perfekte Spielwiese einer bemerkenswert unabhängigen Frau, der Stil, Galanz und Koketterie über alles gingen.

Komponisten gingen auf Trianon ein und aus, allen voran Salieri und Gluck. Beumarchais` Theaterstück "Die Hochzeit des Figaro" wurde dort aufgeführt, obwohl es der König zuvor verboten hatte. Das soll Marie Antoinette nun nicht als Denkerin oder heimliche Revolutionärin charakterisieren, nein, bei ihr siegte die Oberfläche über die Essenz, sie war nicht von der Subversivität des Stoffes begeistert, sondern von der stattlichen Ansammlung von Anzüglichkeiten.

Aus den selben Motiven heraus befreite sie ihren Körper und damit auch die Weiblichkeit vom Zwang des Korsetts und kreirte zusammen mit ihrer Gefährtin Rose Bertin ihre eigene, neue Modelinie. Das tat sie kraft ihres Einflusses auch in der Musik, denn was ihr gefiel, gefiel am nächsten Tag ganz Paris. Und stets trat sie in einer Zeit, als sich die Musik gerade vom Barock zur Klassik wandelte, für das aufregendste und neueste Stück Musik ein, das gerade zu haben war.

1 CD, ca. 78 Minuten

Tonspion präsentiert täglich die beste neue Musik mit Streams, Videos und kostenlosen Downloads sowie die wichtigsten Neuheiten aus dem Netz.

amazon music unlimited

Tonspion Newsletter

Alle wichtigen Neuigkeiten aus der Welt der Musik einmal wöchentlich in deine Mailbox.
* Pflichtfeld