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jj nº 3

JJ - jj nº 3

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Bittersweet Symphonies

Bittersüß, dieses Attribut umschreibt die Songs des schwedischen Duos JJ am besten. Luftig leichte Sommersongs, die textlich ins Abseitige kippen. Allerdings neigt das Pendel auf ihrem zweiten Album „JJ No.3“ deutlicher zum bitteren Teil hin als auf dem Vorgänger.

„JJ No.2“, das Debüt dieses geheimnisvollen, schwedischen Duos ist eines der Alben, die man nicht vergisst. Musik, der man gerne Atrribute wie „überirdisch“, „nicht von dieser Welt“ und ähnliches verpassen möchte, weil man ihr nicht richtig habhaft wird. Zusätzlich befeuert von der standhaften Weigerung der Band, Informationen über sich preis zu geben oder eine Website zu unterhalten. Manchmal macht die Musik alleine eben einen so guten Job, dass der Rest ruhig hinterherhinken kann.

Allerdings legt ihr zweites Album „JJ No.3“ nahe, dass es vielleicht ganz gut ist, nicht viel über JJ zu wissen. Das lässt Sätze wie „I feel like I overdosed on heroin“ noch unwirklicher erscheinen, vor allem wenn sie so ätherisch-entrückt durch die Boxen hallen wie in „Let Go“. Der vorab als Free-Download veröffentlichte Song ist der unbestrittene Höhepunkt des neuen Albums „No.3“, dem in vielerlei Hinsicht melancholischen Bruder des Debüts. Es scheint als hätten JJ ein bisschen zu tief in den Abgrund geblickt, was nichts an der Tatsache ändert, dass dieses Duo auch mit „JJ No.3“ weiter in seiner eigenen Liga spielt. Der bittersüßen Liga.

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