The Past, The Present, The Future

Jodeci - The Past, The Present, The Future

Label: 
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Baby makin' music

Jodeci sind zurück: "The Past, The Present, The Future" ist das erste Album seit 20 Jahren der vier einst immens erfolgreichen 'Bad Boys of R'n'B'.

Erinnert sich noch jemand an Jodeci? Nein? Na gut, auf unserer Seite des Ozeans konnten die großen R'n'B-Gruppen der 90er nie so richtig Fuß fassen, auf dem Zenit ihres Erfolges vor mittlerweile ziemlich genau 20 (!) Jahren galt das Quartett in Übersee als absolute Mainstream-Institution und als etwas edgiere, coolere Alternative zu den ähnlich erfolgreichen, aalglatten Boyz II Men.

Passend dazu führte Lead-Sänger K-Ci eine turbulente und medienträchtig ausgeschlachtete Beziehung mit Mary J. Blige, lange bevor man überhaupt von Rihanna oder Chris Brown gehört hätte, und fand darüber hinaus mit seinem Bruder JoJo nach der Trennung der Gruppe vorübergehend Erfolg aus Duo.

Genug der New Yorker R'n'B-Geschichte, jetzt sind Jodeci also mit neuem Album zurück, dem ersten seit 1995. Lohnt sich das? Nun ja: jein. Genre-Fans kommen aber eindeutig auf ihre Kosten, allein der Nostalgie-Faktor ist natürlich immens.

Die slicken Beats, die smoothen Harmonien, die starken (wenn auch merklich gealterten) Stimmen, die sexuell aufgeladenen, teilweise etwas altmodisch machohaften Texte - alles noch da. Jodeci tappen zum Glück nicht in die Falle, allzu zeitgemäß klingen zu wollen und vermeiden unnötiges Trendchasing. Gut, gleichzeitig bleibt zumindest musikalisch die 'Zukunft' etwas auf der Strecke, die 'Gegenwart' wiederum schlägt sich lediglich in zwei von Timbaland produzierten Songs sowie durchaus gelungenen Features von Rapper B.o.B. und der kriminell unterschätzten Sängerin Mila J (Schwester von Jhené Aiko) nieder. So wird "The Past, The Present, The Future" seinem gewichtigen Titel vielleicht nicht ganz gerecht.

Aber das kommt dem Endergebnis nur zugute: Denn ein gelungenes Album ist Jodecis Vierte zweifelsohne dadurch geworden, dass sich die R'n'B-Heroen auf das konzentrieren, was sie am besten können - und angestaubt klingt das deshalb noch lange nicht. "Baby makin' music" sagt man in Ami-Land gerne mal dazu. Und das dürfte zu den neuen Songs immer noch bestens gehen.

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