Oboe d`amore Concertos

Johann Sebastian Bach - Oboe d`amore Concertos

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Barocke Instrumentalmusik vom Feinsten
Johann Sebastian Bach (1685-1750) und Georg Philip Telemann (1681-1767) lebten zeitlich fast parallel. Gemein ist beiden eine ungeheure Anzahl komponierter Werke - darunter jeweils auch Konzerte für die später nur noch selten verwendete Oboe d`amore.

Die Oboe d`amore, klanglich ein wenig tiefer als die herkömmliche Oboe angesiedelt, wurde im 18. Jahrhundert erfunden. Das Instrument ist ein wenig größer als die Oboe, ihr dunklerer, Heiterkeit und Ruhe verströmender Klang weniger durchdringend und nasal. Johann Sebastian Bach verwendete die Oboe d`amore ab 1723 sehr effektiv in seinen Vokalwerken. Man erkennt den speziellen Klang sofort wieder, wenn man sich beispielsweise die "h-moll Messe", oder die "Matthäus-Passion" anhört. Nach der Barockzeit fand das Instrument nur noch sehr selten Verwendung, am bekanntesten ist aus späterer Zeit noch das Solo in Ravels "Boléro".

Bachs A-Dur Konzert BWV 1055, dessen langsamer Mittelsatz unser Hörbeispiel bildet, kennt man in erster Linie als Cembalokonzert. Aufgrund von Umfang und Figurenwerk des Soloparts hatten Musikwissenschaftler allerdings schon lange den (mittlerweile bewiesenen) Verdacht, dass Bach das Konzert ursprünglich für Oboe d`amore konzipiert und es bei Bedarf später einfach für das Cembalo umgeschrieben hatte.
Besonders interessant an BWV 1055 in der Rekonstruktion des Originals für Oboe d`amore ist die Tonart A-Dur: Der Oboist Thomas Stacy spekuliert in seinen eigenen Linernotes, dass die Oboe d`amore spezifisch deshalb erfunden worden sein könnte, weil sich Werke, die in dieser häufig verwendeten Tonart stehen, darauf besonders komfortabel spielen lassen.

Thomas Stacy ist ein durch CDs und TV-Auftritte in den USA sehr bekanntes Mitglied der New Yorker Philharmoniker. In seinem Orchester spielt er Englischhorn, eine noch tiefere Oboenvariante, die, im Gegensatz zur Oboe d`amore, ihren festen Platz im modernen Symphonieorchester gefunden hat.

1 CD, ca 74 Minuten

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