Man From The Fall

John Dahlbäck - Man From The Fall

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend
Wohin die Hände? In die Luft!

Geburtsjahrb 85, Zahl der Veröffentlichungen beinahe 40, nicht eingerechnet die Remixe und die Mitarbeit an Projekten. John Dahlbäck wirft gerade einiges durch einander, denn trotz des immensen Outputs bleibt die Qualität seiner Rave-Hymnen herausragend.

Vielleicht liegt an dem familiären Background, dass John Dahlbäck so jung bereits derart versiert Musik produziert. Seine Eltern sind Musiker, und sein Cousin Jesper – selbst nicht unbekannt als Elektronik-Producer und DJ – brachte John mit House in Berührung. Und der knüpfte Kontakte in alle Welt. Beinahe jede 12“ veröffentlichte John Dahlbäck auf einem anderen Label, selbst gründete er mit seinem Cousin Dahlbäck-Recordings. Auch wenn in der Release-Flut so manche Ähnlichkeiten und Dejávus nicht ausblieben, der 20-jährige Schwede überrascht immer wieder mit aufgeweckter Tech-House-Funktionalität und zugleich überschäumender Rave-Euphorie, die dabei ab und an auch über das vertretbare Niveau hinaus schießt. Sein Debüt-Album „Man From The Fall“ wurde von Marc Romboys Label Systematic Recordings veröffentlicht. Wie eine Art Werkschau ziehen sich die verschiedenen Spektren seines Sounds durch – Vocoder-Vocals neben Rave-Breaks, die perfekt ausbalancierte Energie der Rhythmik trifft auf erstaunlich hohe Musikalität in den digital distanzierten Hooklines. John Dahlbäck baut sich mit diesem Album selbst ein Manifest über seine gegenwärtigen Fähigkeiten. Bleibt die Frage, wo dieser talentierte Jungspund eigentlich noch hin will. (jw)

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