American VI: Ain't No Grave

Johnny Cash - American VI: Ain't No Grave

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Am 12. September 2003 starb Country-Legende Johnny Cash. Knapp sieben Jahre später zu seinem 78. Geburtstag, erscheint nun noch einmal ein neues Album mit bisher unveröffentlichten Songs der letzten Sessions mit Produzent Rick Rubin.

Was zunächst nach Ausverkauf riecht, schießlich konnte Cash nicht mehr selbst über sein Werk entscheiden, entpuppt sich beim Hören dann doch als respektvolles Vermächtnis. Bis zuletzt hatte Rubin Cash ins Studio geholt, auch nach dem Tod von dessen geliebter Frau June Cash Carter im Mai 2003 und ließ ihn zahllose Neueinspielungen von Country-Klassikern einsingen, sofern dies sein Gesundheitszustand noch zuließ. Entsprechend klingt die Stimme von Johnny Cash auf "Ain't No Grave" noch brüchiger, noch heiserer als auf den Alben davor.

Doch wieder schafft es die von Rubin spartanisch in Szene gesetzte Musik, dass man vom ersten bis zum letzten Song gebannt an den Lippen des charismatischen Sängers hängt. Fast alle Songs drehen sich mehr oder weniger um Liebe und Tod und auf dem letzten Stück des Albums säuselt Johnny Cash ein allerletztes "Aloha Oe" und beendet damit die sechsteilige American Recordings-Reihe - hoffentlich endgültig - auf versöhnliche Weise. Denn auch wenn die Legende unsterblich ist, so wünscht man sich doch, dass nicht jede einzelne Aufnahme des verstorbenen Künstlers neu veröffentlicht wird. Cash hat zu Lebzeiten schon so viel veröffentlicht, dass man ihn nun in Frieden ruhen lassen sollte.

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