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J. Haydn: Harmoniemesse & Heiligmesse

Joseph Haydn - J. Haydn: Harmoniemesse & Heiligmesse

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Joseph Haydns letztes vollendetes Werk

Erst zum Ende seiner Karriere trat der große Joseph Haydn als Komponist von Kirchenmusik in Erscheinung. Die "Harmoniemesse" von 1802 ist Haydns Schwanengesang, das finale Werk eines Musikers, der die europäische Musik wie niemand sonst geprägt hat.

Joseph Haydn hatte fast seine gesamte Musikerlaufbahn in den Diensten der mächtigen österreichisch-ungarischen Fürstenfamilie Esterházy verbracht, ehe er seine größten Erfolge als freiberuflicher Komponist in London feierte - mit über 60 Jahren. Seine letzten Schaffenjahre verbrachte der Begründer der Wiener Klassik - immer noch voller Tatendrang - wieder in Wien und in Diensten der Esterházys, denen mittlerweile ein deutlich religiöserer Fürst vorstand. So erklärt sich, warum Haydn im Spätherbst seiner Karriere seinen Schwerpunkt zum ersten Mal auf die Sakralmusik legte. Zwischen 1794 und 1802 entstanden "Die Schöpfung" sowie sechs große Messen, ehe der Komponist sich körperlich nicht mehr in der Lage sah zu arbeiten. Am Ende dieser Entwicklung steht die "Harmoniemesse", das letzte Werk, das Joseph Haydn vollenden konnte. Das "Kyrie", der erste Satz der Messe, bildet unser Hörbeispiel.

Wer, entsprechend der - nicht von Haydn stammenden - Titelgebung, nun harmonisch entrückte Musik erwartet, der wird sein blaues Wunder erleben. In Europa herrschte Krieg, Haydn lebte in einer friedlosen Welt und er verarbeitete seine Kritik an diesem Zustand mit der Radikalität eines Meisters, der sich nicht mehr um Konventionen scheren und niemandem mehr etwas beweisen mußte. Der erste Choreinsatz nach 16 Takten kann selbst heute noch verstörend wirken - und in dieser musikalisch überragenden Einspielung tut er das auch. Zwei Jahre vor Beethovens "Eroica" war eindeutig der alte Haydn die Speerspitze der musikalischen Avantgarde.

1 CD, ca. 77 Minuten

Alben

Haydn: Missa in Angustiis; Symphonie Nr. 103

Joseph Haydn - Haydn: Missa in Angustiis; Symphonie Nr. 103

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Sakrale Musik, die vom Sieg erzählt
Im kommenden Jahr steht die Klassikwelt ganz im Zeichen eines bedeutenden Jahrestags: Am 31. Mai jährt sich der Todestag Joseph Haydns zum 200. Mal. Anläßlich dessen wird einer der genialsten Komponisten aller Zeiten wieder in den Fokus rücken.
Joseph Haydn: Drei Violinkonzerte

Joseph Haydn - Joseph Haydn: Drei Violinkonzerte

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Am Beginn der Wiener Klassik
Joseph Haydn war kein ausgewiesener Spezialist für solistische Orchesterkonzerte. Vermutlich herrschte an dem Hof, dem er diente, einfach kein Bedarf für diese Gattung. Trotzdem zeigen die wenigen existierenden Werke Haydns ganzen Einfallsreichtum.
Konzerte für Soloinstrumente

Joseph Haydn - Konzerte für Soloinstrumente

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Seltene Schätze aus Haydns Œuvre
Haydn assoziiert der Klassikfreund mit ungefähr jeder musikalischen Gattung - nur nicht mit Konzerten für Soloinstrumente und Orchester. Trotz widriger Umstände hat der Begründer der Wiener Klassik aber auch in diesem Bereich schöne Musik erschaffen.
Les sept dernières paroles du Christ

Joseph Haydn - Les sept dernières paroles du Christ

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Paradise now!
Joseph Haydns berühmte "Sieben letzte Worte" sind eigentlich ein Orchesterwerk. Die Komposition ist aber schon oft transkribiert worden, z.B. als Streichquartett. Ihre schlichte und tiefgläubige Schönheit bietet sich für eine Chorfassung geradezu an.

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